Hagebuttenpulver selber machen
- Andrea

- 30. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Wenn im Spätherbst die letzten Blätter fallen und der erste Frost die Natur still werden lässt, beginnen die Hagebutten der Wildrose ihre größte Kraft zu entfalten. Jetzt ist genau die richtige Zeit, sie zu sammeln und in ein feines Pulver zu verwandeln.
Die Hagebutte ist wie ein Gefäß voller Sommerlicht, das die Wildrose für uns verschließt, bis wir es brauchen. In ihren roten Schalen sammelt sich eine Fülle an Wirkstoffen, die uns auf vielen Ebenen nähren und stärken.
Und was steckt nun alles in der Hagebutte?

Ihr berühmtestes Geschenk ist das Vitamin C, und zwar in einer Menge, die kaum eine andere heimische Frucht erreicht. Es kräftigt unser Immunsystem, schützt vor Erschöpfung und hilft dem Körper, neues Bindegewebe, Blutgefäße und Hautzellen aufzubauen. Wie ein innerer Funke hält es uns wach und lebendig.
Doch Vitamin C ist nur der Anfang.
In der Hagebutte wohnen auch Flavonoide, kleine Pflanzenstoffe, die ihre Wirkung verstärken. Sie hüten das Vitamin C vor dem Zerfall und wirken selbst wie sanfte Schutzschilde gegen freie Radikale, jene die in unserem Körper, die Alterung und Entzündung begünstigen.
Die roten und orangefarbenen Farbstoffe, Lycopin, Beta-Carotin und andere Carotinoide, verleihen der Hagebutte nicht nur ihre warme Farbe. Sie schützen unser Herz, unterstützen die Augen und bewahren unsere Zellen vor Stress. Besonders das Lycopin gilt als einer der stärksten natürlichen Antioxidantien, die wir kennen.
In ihren Schalen liegen außerdem Galaktolipide, kraftvolle, aber unscheinbare Wirkstoffe. Sie sind es, die die Hagebutte so wertvoll für unsere Gelenke machen. Sie unterstützen Beweglichkeit, lindern innere Steifheit und erinnern uns daran, dass Heilung oft aus den kleinsten Teilchen kommt.
Die Hagebutte trägt auch Ballaststoffe, die unser Verdauungssystem beruhigen und harmonisieren. Sie helfen, zu ordnen, was durcheinander geraten ist, und schenken ein Gefühl von innerer Klarheit.

In ihrem Inneren finden wir zudem ein harmonisches Zusammenspiel aus Vitamin A, E und K – Vitamine, die Haut, Augen und Blut stärken und unsere Zellen im Gleichgewicht halten.
Und schließlich sind da noch die Mineralstoffe:
Kalzium, das unseren Knochen Halt gibt, Magnesium, das Muskeln und Nerven entspannt, Kalium, das den Flüssigkeitshaushalt reguliert und Eisen, das neuen Atem und Kraft schenkt.
Sie wirken nicht laut, aber sie tragen uns durchs Leben. So wird die Hagebutte zu einer stillen Apotheke voller Wärme und Einfachheit. Sie nährt, schützt und stärkt und erinnert uns daran, wie viel Heilkraft in einem einzigen roten Tropfen Natur liegen kann.
So stellst du Hagebuttenpulver her

Sammle reife, rote Hagebutten, am besten nach dem ersten Frost, denn dann sind sie süßer und weicher.
Wasche die Früchte gründlich und halbiere sie. Entferne die Kerne nicht, sie enthalten wertvolle Wirkstoffe, die später im Pulver mitwirken dürfen.
Breite die Hälften auf einem Tuch oder Backblech aus und lass sie an einem warmen, luftigen Ort etwa 1 bis 2 Wochen trocknen. Alternativ: bei ca. 40 °C im Ofen oder Dörrgerät.
Sind die Früchte richtig hart und trocken, kannst du sie in einem Mixer oder einer Kaffeemühle zu feinem Hagebuttenpulver mahlen.
In ein dunkles Glas füllen und vor Feuchtigkeit schützen, so bleibt das Pulver monatelang haltbar.
Dieses Pulver kannst du täglich in Smoothies, Joghurt, Müsli, Tee oder Wasser einrühren. Bereits 1 Teelöffel reicht, um deinem Körper spürbar Gutes zu tun.





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